Grußworte
|

Christian Ude
|
Sehr geehrte Damen und Herren,
München freut sich sehr, Anfang Oktober 2010 wieder einmal gastgebende Stadt für den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zu sein. Mehr denn je wird diese bedeutende medizinische Tagung hier ein fachliches Forum finden, wie es besser und wirksamer kaum sein könnte: München ist nicht nur die wichtigste deutsche Wissenschafts- und Forschungsstadt und ein führender Standort der Medizintechnik und Biotechnologie. München ist vor allem auch ein weltweit anerkanntes Zentrum der Medizin und der Gesundheitsversorgung mit vielen renommierten Einrichtungen gerade auch im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe. Dank des erfreulichen Babybooms in München konnten unsere großen Geburtskliniken in den letzten Jahren sogar ständig neue Rekordzahlen melden.
Die medizinische Fachwelt kommt auch aus anderen Gründen immer gerne in unsere Stadt. Sie schätzt insbesondere auch die Atmosphäre und die Vorzüge, die München als Kunst- und Kulturmetropole, als moderne Kongressstadt mit erstklassiger touristischer Infrastruktur und als weltoffener und gastfreundlicher Ort der internationalen Begegnung zu bieten hat. Im Herbst 2010 wird hier das große Jubiläum „200 Jahre Oktoberfest“ sogar noch für zusätzliche Attraktivität sorgen.
Gerne wünsche ich daher schon heute dem 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe einen erfolgreichen Verlauf und eine große Resonanz.
Herzlich willkommen in München!
Christian Ude
Oberbürgermeister Landeshauptstadt München
|
|

Prof. Dr. med.
Thomas Dimpfl
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Board „Gynäkologie und gynäkologische Onkologie“ repräsentiert einen Großteil der Tätigkeiten in unserem Fach. Die letzten Jahre waren durch strukturelle und inhaltliche Veränderungen geprägt, die teilweise für alle offenkundig waren, die sich teilweise aber auch im Hintergrund abspielten.
Durch die Implementierung von zertifizierten Brustzentren und gynäkologischen Krebszentren sind die Voraussetzungen für eine interdisziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau geschaffen worden. Die gynäkologische Onkologie spielt hierfür eine führende Rolle und hat unser Fach fest in den neuen Konstrukten Cancer Center (CC) und Comprehensive Cancer Center (CCC) etabliert. Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) ist mit über 600 Mitgliedern eine der stärksten AG´s der DGGG und die zweitstärkste AG der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) geworden. Die deutsche gynäkologische Onkologie ist international anerkannt aufgrund unserer hervorragenden Leitlinien. Mit klinischen Studien, die federführend von gynäkologischen Onkologen auf den Gebieten des Mamma-, Ovar-, Zervix-, Endometrium- und Vulvakarzinoms durchgeführt werden, haben wir international ein hohes Renommee gewonnen.
Die Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) hat in den letzten Jahren eine Neuausrichtung bez. Interdisziplinarität und Internationalität erfahren. So wurden die wichtigsten Leitlinien für Deszensus genitalis und die Belastungsinkontinenz gemeinsam mit den österreichischen und schweizer Kollegen aus Urologie und Gynäkologie erarbeitet. Die Leitlinie Überaktive Blase wird bis zum Kongress im Oktober fertig gestellt sein. In Analogie zur Zertifizierung der onkologischen Zentren hat eine interdisziplinäre Kommission bestehend aus Vertretern der 3 Kerndisziplinen Gynäkologie, Urologie und Viszeralchirurgie/Koloproktologie Kriterien für die Zertifizierung von „Interdisziplinären Kontinenz- und Beckenbodenzentren“ erarbeitet, die während des DGGG Kongresses vorgestellt werden.
Die großen „operativen Arbeitsgemeinschaften“ AGE (AG Gynäkologische Endoskopie), die AWOgyn (AG für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkoloige) und AGUB haben den sehr erfolgreichen FOG- Kongress (Forum Operative Gynäkologie) etabliert. Dies dient der Vertiefung und dem Austausch der operativen Kompetenzen in unserem vielfältigen Fach.
Die strukturellen Aktivitäten im Hintergrund dienten hauptsächlich dazu, den operativen Arbeitsgemeinschaften (AGUB, AGE, AWOgyn) und der AGO im Vorstand der DGGG Gewicht und Stimme zu geben Die neue Satzung der DGGG, die auf dem Kongress in München verabschiedet werden soll, wird diese Entwicklungen berücksichtigen. Wie es auf europäischer Ebene und in vielen anderen Ländern selbstverständlich ist, soll es künftig eine eigene Säule „gynäkologische Onkologie“ und eine eigene Säule „Urogynäkologie und operative Gynäkologie“ geben. Ich bitte Sie, diesen Vorschlag auf der Mitgliederversammlung zu unterstützen.
Für den Kongress in München haben wir ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das es Klinikern, Niedergelassenen und Wissenschaftlern ermöglicht, sich auf den neuesten Stand in der Gynäkologie zu bringen. Wir möchten Ihnen u.a. diese wichtigen Neuerungen und Veränderungen in unserem Fach darstellen und mit Ihnen gemeinsam im München diskutieren.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Prof. Dr. med. Thomas Dimpfl
für das Board Gynäkologie und gynäkologische Onkologie
|
|

Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Thomas Rabe
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit dem letzten Gynäkologenkongress in Hamburg 2008 gibt es wieder einige wichtige Veränderungen im Bereich der gynäkologischen Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin.
Neuentwicklungen konzentrieren sich auf die sog. Rezeptormodulatoren, zu denen auch Ulipristal zählt, das zur postkoitalen Kontrazeption bis zu 5 Tagen nach ungeschütztem Verkehr, aber auch möglicherweise zur Myombehandlung eingesetzt werden kann. Androgenrezeptormodulatoren werden folgen. Die Diskussion um das Risiko venöser Thromboembolien (VTE) im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Kontrazeptiva steht wieder im Vordergrund des Interesses. Unabhängig vom Risiko der einzelnen Methoden gilt es, Risikopatientinnen anhand ihrer Familienanamnese und evtl. notwendiger Thrombophilieparameter rechtzeitig zu erkennen und zu beraten. Dies trifft auch für die Hormonersatztherapie zu. Neue Kontrazeptiva sind in der Zwischenzeit auf den Markt gekommen. Zusammen mit den Dermatologen wurde eine S2-Akne-Leitlinie verabschiedet. In Kooperation mit dem Dachverband Osteologie wurde auch hier eine aktuelle Leitlinie verabschiedet. Die deutsche S3-Leitlinie Hormonersatztherapie hat auf nationaler und internationaler Ebene eine Bilanz zum Thema Hormonersatztherapie in der Peri- und Postmenopause gezogen. Im Bereich der Reproduktionsmedizin sind die Schlagworte FertiProtekt, Gewebegesetz, Vitrifikation, Stammzell- und Transplantationsgesetz. Prozess- und Ergebnisqualität haben Vorrang. Durch das Deutsche IVF-Register konnte gezeigt werden, dass die deutschen Reproduktionsmediziner ihre Ergebnisqualität sehr gut selbst überwachen können. Das Register ist weltweit eines der Besten. Durch die Standardisierung bei der Durchführung reproduktionsmedizinischer Leistungen wurde durch die notwendige Zertifizierung eine Prozessqualität auf hohem Niveau erreicht. Die Diskussionen zur Interpretation des bestehenden Embryonenschutzgesetzes und zur Frage, wann ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz kommt, werden uns weiterhin begleiten. 2010 wird Corifollitropin alpha, ein FSH mit verlängerter Halbwertszeit, auf den Markt kommen. Bei den Stammzellen werden sich durch den Einsatz neuer Technologien neue Horizonte eröffnen. Im Rahmen zahlreicher Sitzungen und Symposia werden wir versuchen, Ihnen aktuelle Konzepte der gynäkologischen Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin praxisnah vorzustellen und diese mit Ihnen hinsichtlich ihrer klinischen Bedeutung in Diagnostik und Therapie, aber auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit, zu diskutieren.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen in München!
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Thomas Rabe
Vertreter der gynäkologischen Endokrinologie
und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF)
|
|

Prof. Dr. med. Bernhard-Joachim Hackelöer
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
auf unserem kommenden Kongress muss und wird etwas passieren! Die in meinem Grußwort zum letzten Kongress angesprochenen Probleme angespannte Personalsituation durch das neue Arbeitszeitgesetz und damit verbundene schwierige bis fast fehlende Weiterbildungssitation sind nicht gelöst, sondern haben sich weiter verschärft.
Zusätzlich erschrecken uns 2009 die niedrigsten Geburtenzahlen aller Zeiten in Deutschland, wobei wir uns mit fast 900 aktiven geburtshilflichen Einrichtungen die höchste Dichte weltweit leisten. Die bislang nicht beendete Diskussion um Perinatalzentren und Mindestmengen belastet ebenso, wie die zunehmend schwierigere Besetzung von klinischen Führungspositionen, da auch noch keine Antwort darauf gefunden wurde, wie wir der kommenden Mehrheit von Frauen in unserem Fach Lösungen anbieten können, die wissenschaftliche Tätigkeit, Übernahme von Führungspositionen und Familienplanung zusammenbringen. Die durch Abwanderung in die Praxis in vielen auch universitären Einrichtungen fehlende Präsenz der Pränataldiagnostik, setzt unsere Säule großem Druck aus.
Die Lösung kann nur in einer Stärkung des 3-Säulenkonzeptes liegen, um Anreize für die weitere klinische Tätigkeit zu bieten. Hierzu muss und wird dieser Kongress Lösungsansätze bringen.
Inhaltlich wird die Diskussion momentan durch das Gendiagnostikgesetz und das Schwangerschaftskonfliktgesetz bestimmt, wo wir gemeinsam auch auf dem Kongress praktikable Lösungen diskutieren müssen. In der Pränatalmedizin spielen aktuelle Entwicklungen der Prävention der Frühgeburt, der intrauterinen Therapie bei Infektionen (CMV), neue Erkenntnisse der Gestoseforschung, der 3. Trimesterdiagnostik mit Uterus- und Plazentaanomaliediagnostik, sowie der sub partu Sonographie eine klinisch zunehmende Rolle. Geburtshilflich wird sicher weiter die Frage diskutiert werden, ob die jetzige Sectiorate so sein muss oder welche alternativen Strategien zur Verfügung stehen. Auch hierzu wird der Kongress reichlich Information und Diskussion bringen.
Ich hoffe sehr, dass viele engagierte Kolleginnen und Kollegen kommen, um nicht nur an der fachlichen Diskussion, sondern auch an der anstehenden Strukturdiskussion, die gerade auch unsere Säule betrifft, aktiv teilzunehmen. Die enorm angestiegene Mitgliederzahl der DGGG auch junger Frauenärztinnen und Frauenärzte spricht für viel Engagement.
Schlussendlich wird uns gerade auch München die Gelegenheit zu vielen schönen persönlichen Erlebnissen bieten.
Ich freue mich auf Sie!
Prof. Dr. med. Bernhard-Joachim Hackelöer
Vertreter des Boards für Pränatal- und Geburtsmedizin (BPG)
|
|

Dr. med.
Christian Albring
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Prävention ist in aller Munde. DGGG und BVF, deren Mitglieder Erfinder erfolgreicher Präventionsprogramme und Anwender derselben sind, verstehen sich als kompetente Ansprechpartner in Präventionsangelegenheiten der Frau. Dabei umfasst unser Know-how sowohl die Primär- als auch die Sekundärprävention.
Durch die Einführung der Schwangerenvorsorge mit dem Mutterpass 1961 und ein Jahrzehnt später der Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit dem ganzheitlichen Aspekt neben der zytologischen Untersuchung, die nur durch Mitwirkung der Gesellschaften und der Ärzte in Klinik und Praxis möglich waren, konnten viele Leben gerettet und unzählige Krankheiten verhindert werden. Die Frau und Mutter ist so mittlerweile zum Präventionsbeauftragten der Familie generiert. Frauenärztinnen und Frauenärzte schreiben sich auch die Reduzierung der Schwangerschaftsabbrüche, der Frühgeburten, die Verbesserung der sexuellen Gleichberechtigung, und die in ihrem Ausmaß noch nicht abzusehende Vorbeugung von Osteoporose, Diabetes und des metabolischen Syndroms durch eine induzierte Östrogenersatzbehandlung auf die Fahnen. Als professionelle und der Gesundheit der uns Anvertrauten verpflichteten Ärzte bleiben wir aber nicht stehen, sondern fordern auch auf diesem Kongress erneut bzw. neuerdings vehement die Unterstützung der Öffentlichkeit in der Prävention der Unfruchtbarkeit, der Frühgeburtlichkeit, der gynäkologischen Krebserkrankungen, der Infektionskrankheiten durch Impfungen und der ungewollten Schwangerschaften ein.
Doch nicht nur die Politik, die Medien und die Öffentlichkeit haben dringenden Nachholbedarf in Sachen Prävention. Auch Gynäkolog(inn)en sind unverständlicherweise nicht alle mit im Boot. Das macht das Argumentieren mit der postulierten hohen Qualität der Frauenärzteschaft in der Öffentlichkeit und das Erreichen besserer Arbeitsbedingungen äußerst schwierig. Deshalb müssen wir beide, BVF und DGGG, von allen Gynäkolog(inn)en verlangen, Impfen und andere präventive Maßnahmen zu erlernen und sie im täglichen Alltag maximal anzuwenden. Wer als Frauenärztin/Frauenarzt die Prävention nicht praktiziert, betreut die anvertrauten Patientinnen weder kompetent noch optimal. Wie schon vor zwei Jahren finden Sie neben wissenschaftlichen auch politische und administrative Themen auf dem Kongress. Nutzen Sie die Gelegenheit, über den Tellerrand des Bisherigen hinaus zu schauen und genießen Sie neue Inhalte und die Diskussion mit Gleichgesinnten, die sich wie Sie die Frauen und ihr Wohlergehen zum Lebensinhalt gemacht haben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen Ihres Berufsverbandes erfolg- und erlebnisreiche Tage in München.
Mit herzlichen kollegialen Grüßen
Ihr
Dr. med. Christian Albring
Präsident des BVF
|
|
|
|
Aktuelles
Anmeldung
Melden Sie sich schon heute online für den Kongress an.
mehr ...
Preise/Stipendien
Junge Wissenschaftler/-innen können Ihre Beiträge zur Auswahl für Förderpreise und Forschungsstipendien einreichen.
mehr ...
Anzeigenschaltung
Präsentieren Sie Ihre Produkte über die verschiedenen Kongressmedien und erreichen Sie höchste Aufmerksamkeit und Reichweite in Ihrer Zielgruppe.
mehr ...
Industriesymposien
Präsentieren Sie Ihre neuesten Forschungsergebnisse einem interessierten, wissenschaftlichen Publikum.
mehr ...
|
|